Risikozeit für Wildunfälle:

Risikozeit für Wildunfälle:

Ein Bericht des ÖAMTC
Risikozeit Frühjahr und Herbst

Risikozeit Frühjahr und Herbst

Im Frühjahr und Herbst steigt die Gefahr von Wildunfällen. Am häufigsten passieren Zusammenstöße mit Rehen - das birgt auch für Kraftfahrer Risiken. Trifft man mit 50 km/h auf einen 20 kg schweren Rehbock, wirkt eine halbe Tonne auf Fahrzeug und Fahrer, bei 100 km/h beträgt die Aufprallwucht zwei Tonnen.

Die größte Gefahr droht Autofahrern durch riskante Ausweichmanöver. Wenn man z. B. mit dem Auto im Gegenverkehr landet oder einen Baum am Straßenrand touchiert, sind die Folgen dramatischer als bei einem Zusammenstoß mit einem Wildtier. Ist ein Zusammenstoß mit einem Wildtier unvermeidlich, sollte man stark bremsen und das Lenkrad gut festhalten. Wenn der Fahrer richtig reagiert, ist die Verletzungsgefahr bei einem Crash mit einem Wildtier für Autoinsassen relativ gering.


Gefahr in den Morgen- und Abendstunden

Besonders bei Dämmerung im Bereich von Wildwechsel-Warnschildern und bei bekannten Wildwechselstellen sollte man sehr aufmerksam und vorausschauend fahren. Außerdem ist auf einen ausreichenden Abstand zum Vorderfahrzeug zu achten. Sobald man ein Tier erblickt, gilt: Geschwindigkeit reduzieren, Fernlicht ausschalten und hupen.

Ergreift das Tier die Flucht, ist dennoch Vorsicht angesagt. Wildtiere sind meist in Gruppen unterwegs. Die Möglichkeit, dass weitere Tiere folgen ist demnach sehr groß. Ist ein Zusammenstoß unabwendbar, sollte man stark bremsen und dabei das Lenkrad gut festhalten. 

08. NOV. 2014, 21:20 Uhr/